Die Autostürmer - Prequel

Shownotes

Dipl.-Ing. Sven Hertel ist unter consulting@svenhertel.de zu erreichen.

Dipl.Vw. Christoph Stürmer bietet unter https://www.csberatung.org/ Dienstleistungen und Problemlösungen für e-Mobilität, für Unternehmer und für Kommunikation. Per e-Mail erreichbar unter info@csberatung.org.

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00:00:00: gerade was gelesen in dem Käseblatt der Automobilindustrie.

00:00:05: Zweiundzwanzig Milliarden Euros gibt die Automobilindustrie extern aus und davon ungefähr elf Milliarden, also fast fünftig genau fünfzig Prozent nach China für Lithium-Mion-Zellen.

00:00:24: Und das EU-Ziel liegt bei neunzig Prozent in Haus – in der EU!

00:00:33: Wie soll das denn funktionieren?

00:00:35: Ich glaube, es kann schon funktionieren.

00:00:39: Man muss es halt wollen.

00:00:41: Der Grund weshalb die ganzen Faltariefabriken in China entstanden sind war natürlich erstmal ein rein betriebswirtschaftlicher.

00:00:50: Es sah halt so aus als könnte man in China mit Zeltproduktionen schneller skalieren.

00:00:58: vielleicht hatte man auch der Idee was es da mit den Umweltauffragen alles nicht so schwierig ist.

00:01:07: Ja, aber über die Zeit haben sich halt einige chinesische Unternehmen da Fähigkeiten erarbeitet, was Skalierung anbelangt, was Prozessstabilität anbelANGT, die halt dann dazu führen dass sie sehr viele Zellen sehr günstig herstellen können.

00:01:30: und das gibt ja zwei Volumeffekte in der Produktion.

00:01:35: Das eine sind die Skaleneffekten, das heißt ich produziere zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Menge und dann teilt sich die Anlage durch mehr Stück.

00:01:48: Und das andere sind die kumulierten Volumeeffekte.

00:01:51: Das heißt Ich verstehe besser was ich tue!

00:01:53: Ich habe sozusagen kumultes Know-how über die Produktion.

00:01:58: Wir

00:01:59: stehen hier vor einem Polo CL, kurze Unterbrechung.

00:02:03: Einem Polo C L von three hundred eighty schätzt ich mal mit Anhängerkupplung.

00:02:08: Die Anhängerkupplung wiegt wahrscheinlich bei dem Fahrzeug fünfzig Kilo.

00:02:12: das ganze Fahrzeug wiegt achthundertfünfzig Kilos.

00:02:14: Das Rest ist ja heutzutage Sicherheitstechnik.

00:02:17: Der hat einen vierzylinder Motor drin.

00:02:19: Ich glaube ein Liter und er braucht so ungefähr fünf bis sechs Liter.

00:02:30: Hat der schon einen Einspritzer?

00:02:31: oder ist das noch ein Vergaser?

00:02:33: Der hat eine Einspritze.

00:02:37: So, Wertschöpfung von diesem Fahrzeug, in three and eighty von den damaligen Verkaufspreis von fünfzehntausend D-Mark ungefähr.

00:02:54: Wertschöffung in Europa.

00:02:56: wie viel Prozent?

00:02:57: Hundert, würde ich mal sagen.

00:03:01: aber wenn sie ihn für fünfzehntausend Mark verkauft haben Dann hat er in der Produktion, naja, sechs gekostet.

00:03:08: Vielleicht siebentausend mit allem drum und dran.

00:03:12: aber das klingt schon echt viel.

00:03:14: Fünfzig Prozent Margin!

00:03:17: Aber sowas von Rohrmarsche.

00:03:18: wenn du das reine Bill of Material nimmst bist du bei einem Auto dass gut läuft mit fünfzig Prozent gut bedient.

00:03:28: da droben auf das reinen Bill of Materia kommen dann natürlich auch noch die ganzen Herstellkosten des OEMs ... die ganzen Umlagen, die fertig sind.

00:03:38: Und dann landeste bei einem Deckungsbeitrag von... ... zwanzig-fünfundzwanzig dreißig Prozent?

00:03:44: Das ist gesund!

00:03:45: Davon kann man gut leben.

00:03:48: So und heutzutage?

00:03:50: Ich meine der Polo... Der Polo ist ja, ich sag jetzt mal... Heutzutag vergleichbar mit dem Ei, die da ist.

00:03:59: Ist er kleinere oder eigentlich der... Also, der Ei, Eins

00:04:09: wäre eigentlich?

00:04:10: Eins

00:04:11: wäre der Polo CL von

00:04:15: innen.

00:04:18: Wir reden hier über vier Sitzplätze.

00:04:21: Interessanterweise war ich, bin in den Polos genauso groß wie ich das heute bin.

00:04:28: Ich habe auch damals in dem Polo noch reingepasst.

00:04:31: die Sicherheitstechnik ist natürlich genau so wie die Digitalisierung dort nicht vorhanden.

00:04:38: Den Fahrer-Erbeck, der Beifahrer Erbeck kam erst später mit dazu.

00:04:45: ABS noch lange nicht drin?

00:04:47: ABS noch langen nicht drin.

00:04:48: ABS kam eigentlich über den Daimler das erste Mal in die Großserie rein genauso wie das ESP.

00:04:55: man erinnert sich an den Echtrest.

00:04:58: Damals war Mercedes ja noch nicht richtig Großseriel Richtig in die Fläche hat es damit fortgebracht.

00:05:04: Das war echt sensationell.

00:05:08: So was wir eigentlich haben ist Genau der Punkt.

00:05:14: Ich denke, das Geschäftsmodell Autos zu entwickeln und die dann zu verkaufen und auch reparieren zu können hat bei dem Polo CL noch funktioniert.

00:05:27: Trotzdem sind die Händler gewachsen.

00:05:34: Als Händlerin hast du dort in einem... Händlersystem gearbeitet.

00:05:40: Das heißt also die ganze Schulung, das Training, die Fahrzeuge und das Corporate Design.

00:05:45: Das wurde alles umgesetzt und der Kunde wurde beim Händler empfangen.

00:05:49: Ich kann mich auch daran erinnern dass ganz viele Kunden auch weggegangen sind besonders von Volkswagen und gerne auch zum Ford gegangen sind weil der Service und die Kundeneinsprache nicht funktioniert haben.

00:06:01: Viele haben gesagt sie sind doch arrogant!

00:06:05: Aber das ist ein anderes Thema, Service.

00:06:06: Ich würde gerne meinen auch mal mit dir in diese Wertschöpfung reingehen.

00:06:10: Also, eighthundertfünfzig Kilo versus zwei Tonnen für den möglichen Polo, den wir heute auf der Straße hätten elektrisch.

00:06:23: Eine Tonne davon oder achthundert Kilo davon als Batterie.

00:06:31: Wobei die Wertschöffung der Batterie nur in der Montage liegt und die Zellen alle was ich vorhin sagte eingekauft werden.

00:06:37: Alle momentan über Asien, momentan!

00:06:43: Ja aber da müssen wir natürlich erst nochmal ein bisschen zurückholen.

00:06:47: es ist eine Sache die mich schon immer gewundert hat dass in Europa drei der drei größten Chemieunternehmen der Welt zu Hause sind und sie haben die größte Chemiesektorindustrie der letzten zehn Jahre einfach durchlaufen lassen.

00:07:12: Wobei nicht ganz, BASF ist heute einer der weltgrößten Zulieferer von aktiven Kartonenmaterialien auch an CATL insbesondere in China.

00:07:26: Wir haben auch eine Chem also Cathode Active Material Fabrik in Europa.

00:07:32: die ist knallvoll und sie sagen ganz klar wenn ihr in Europa weiteres Chem Material haben wollt Können wir machen, ihr müsst uns aber die Fabrik bezahlen.

00:07:41: Wie sind die Lieferströme vom Rohmaterial zum CATL?

00:07:46: Die sind halt in China und das Rohm Material sind ja diese Aktivmaterialien.

00:07:54: Das ist also dann sehr viel Kohlenstoff, also Grafit.

00:08:00: Das is natürlich das Lithium, dass es das Nickel, das ist das Mangane, das Kohlwald alles hoch rein, aufgereinigt in den richtigen Proportionen dann aufgemischt mit den entsprechenden Lösungsmitteln und wird dann eben in den Batteriefabriken auf die entsprechenden Folien aufgetragen, getrocknet, gerollt geschnitten.

00:08:26: Und in Batteriezellen abgefüllt!

00:08:30: Lustigerweise war eine der ersten großen Wertschöpfungen der BRSF im Batteriebereich das Elektrolyt.

00:08:37: Das Elektroryt ist Organische Chemie.

00:08:40: Das sind Pasten, Flüssigkeiten die eben stromleitend sind und gleichzeitig dafür sorgen dass die Batterien sauber funktionieren.

00:08:53: da sind sie ausgestiegen.

00:08:54: Sie waren weltweit einer der großen Lieferanten haben aber irgendwann gesagt das hat uns zu wenig Wertschöpfung das ist zu sehr.

00:09:01: Commodity sind raus und haben sich dann auf die teureren Komponenten nämlich die Aktivmaterialien und sind da ziemlich erfolgreich, aber in Europa noch kaum zu sehen.

00:09:17: Und deswegen bin ich auch gar nicht so pessimistisch was die Batteriewertschöpfungskette in Europa anbelangt.

00:09:24: Was wir haben ist ein Mangel an unternehmerischer Durchsetzungskraft.

00:09:33: wenn man so will.

00:09:34: Ja es wird erfunden Es werden Maschinen installiert Aber wenn's dann darum geht Tatsächlich, Rolle zu Rolle.

00:09:42: Einen hundert Prozent stabilen Prozess aufzubauen braucht man halt Fähigkeiten die klassisch in der Automobilindustrie nicht zu suchen sind.

00:09:52: Die kommen aus der Prozessindustrie zum Beispiel Chemie, zum Beispiel Nahrungsmittel oder auch Papierherstellung sind Rolle zur Rolle Prozesse die halt grundsätzlich völlig anders funktionieren als das Zusammenbauen von Autos.

00:10:17: Wie kommen wir jetzt wieder zu der ... ... Fünfzig-Prozent-Marge zum Polo CL, ... ... Nineteinundertreinachtzig?

00:10:26: Exklusive Anhängerkupplung!

00:10:28: Ja, da glaube ich... ... brauchen wir eine wirkliche Geschäftsmodell.

00:10:33: Innovationen.

00:10:34: Wir stellen ja fest die nominellen Auto Preise.

00:10:39: Also das was in der Preisliste steht ist ja völlig abgeflogen.

00:10:43: Spätestens seit Corona sind die Preislisten nur noch von symbolischem Wert.

00:10:51: Das heißt, die allermeisten Autos werden finanziert geließt.

00:10:58: D.h.,

00:10:59: der eigentliche Preis eines Autos ist dieser Nominalwerte.

00:11:05: auf der Preisliste steht minus der Restwert am Ende der Finanzierungsperiode und eigentlich findet die Preisverhandlung über den Restwert statt.

00:11:17: eine gute Kondition für der Finanzierung bedeutet einen hohen Restwert, eine nicht so gute Kondition bedeutet einen schwachen Restwert.

00:11:28: Das heißt, der Einkauf eines Autos findet schon gar nicht mehr statt am Moment des Kaufens sondern ist sowieso herausgestreckt über eine Periode von Finanzierungen.

00:11:42: das können drei Jahre sein, das können fünf Jahre sein also hast du sowieso eine Art entfälliges Darlehensmiete, wenn du so willst.

00:11:53: Autos werden heute fast nicht mehr verkauft.

00:11:56: sie werden über eine längere Zeit finanziert und das ist glaube ich der Bereich den man viel intensiver angehen müsste.

00:12:07: Wenn wir uns anschauen die letzte wirklich große Änderung des Geschäftsmodells von Automobilherstellern war die Erfindung der eigenen Autobank Ende Achtziger, Anfang Neunziger.

00:12:19: War eine absolute Sensation hat alles auf den Kopf gestellt.

00:12:23: aber seitdem hat sich das Geschäftsmodell nicht mehr geändert und ich glaube wir müssen einen Schritt weiter.

00:12:28: die meisten Finanzierungen beziehen sich nur auf die erste Eigentumsperiode.

00:12:34: wenn ich ein Gebrauchtwagen kaufe muss ich meine Finanzierung eigentlich selber mitnehmen.

00:12:39: Das ändert sich ganz langsam.

00:12:41: inzwischen ist es so dass man gebrauchte Elektrofahrzeuge auch finanziert bekommt Und das ist für mich eine substanzielle Änderung in Richtung Lebenszyklusfinanzierung.

00:12:54: Das heißt, niemand kauft das Auto mehr sondern es wird eigentlich immer nur zur Periode von Nutzer zu Nutzer wenn man so viel gemietet geliesst abgestottert.

00:13:05: Da ist richtig Geld zu verdienen über die Lebenszeit denn dass was man im ersten Zyklus nicht holt kann man vielleicht dem zweiten Lebenszyklus wiederholen kann im dritten Lebenszyklus wiederholen.

00:13:23: Ich denke, wir haben hier in den letzten vierzig Jahren also von über vierzig Jahre von dreiundachtzig bis sechsundzwanzig auch einen sozialen und strukturellen Wandel erlebt und erfahren.

00:13:38: das heißt also diese sogenannte Kundenreise die es ja früher eigentlich gar nicht richtig gab und auch die Zahlungsmoral und auch die Zahlungsmöglichkeiten haben sicher drastisch verändert.

00:13:55: Das ist das eine, wo ich aber sehe... also wo ich eigentlich die Herausforderung im Kopf habe.

00:14:04: Der Motor hat früher mit dem Getriebe ungefähr setzbar um ca.

00:14:09: der Wertschöpfung ausgemacht vom Gesamtfahrzeug.

00:14:13: Da gab es noch irgendwie dreißig Prozent Montage und der Rest wurde irgendwie von Zulieferern teilweise auch selber produziert.

00:14:19: Ich weiß nicht, ob's hundert Prozent der eigenen Wertschöpfung in Europa waren, wobei das damalige Europa auch anders aussah als es heute aussieht aber die fünfzehntausend Mark ja, die das Fahrzeug damals oder achtzehn war es vielleicht auch gekostet hat ist eigentlich ein sehr gutes Beispiel dafür.

00:14:43: Durch Zufall entdeckt ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man einfach mal einen Vergleich machen kann.

00:14:48: Das müssen wir überlegen, um diesen Vergleich noch einmal zu sprechen.

00:14:51: also Wir kaufen die Zellen, die zwar hier bestückt werden in Europa beispielsweise CATL.

00:15:01: Also wir reden über keine KI, neunzehr dreiundachtzig.

00:15:07: Wir reden überall keine Digitalisierung.

00:15:09: Wir reden hier über Knöpfe über Scheiter, über ein Bordnetz was noch nicht Kinderarm dick war sondern vielleicht einfach nur Daumendick.

00:15:20: und wir reden hier über einen profunden Motor der sogar in dieser Region gegossen wurde.

00:15:27: Und verbaut wurde.

00:15:29: Ich denke wir haben jetzt die Aufgabe nochmal die Wertschöpfung weiter zu denken indem wir nämlich nicht nur in die Produktion gehen sondern auch in den Verkauf und den Aftersales.

00:15:43: Ganz wichtig!

00:15:43: So, ganz wichtig so bei einem Elektrofahrzeug ist die Supply Chain, die ist doch multi komplex geworden ja?

00:15:51: Die ist so komplex worden dass die Abhängigkeiten und darum geht es eigentlich

00:15:55: diesen

00:15:56: die Kosten in die Höhe schnellen lassen.

00:15:58: also ich sehe das du bist fast ein Obligopol über die Zellfertigung.

00:16:06: Du kannst dir überlegen, machst du es von LG oder holst das von Samsung?

00:16:10: Oder holst du es beispielsweise vom CATL?

00:16:13: Aber im Endeffekt bleibt es in Asien!

00:16:15: Die Wertschöpfung bleibt in Asiens, obwohl sie vielleicht hier produzieren.

00:16:18: Obwohl Sie vielleicht hier die Zellen fertigen... aber die Rohmaterialien machen noch achtzig Prozent der Zelle aus.

00:16:25: Das ist richtig!

00:16:26: So, d.h.

00:16:27: also beim Battery Stack ist es eigentlich so dass wir und der Battery Stack auch seventy Prozent wieder von der Gesamtwertschöpfung ausmacht.

00:16:37: Es ist eigentlich so, dass wir vom Fahrzeug vielleicht sogar noch plus... ...dass wir einfach überlegen müssen wie wir hier zukünftig die Marge wieder hinbekommen, die bald damals in unserer Eighty hatten auch mit fünfzehntausend Euro.

00:16:53: und die Chinesen machen uns vor?

00:16:56: Nee!

00:16:56: Die Chineses machen uns Vor das es wie man kein Geld verdient mit Autos.

00:17:03: Das was da in China gerade stattfindet an Preiswettbewerb auf dem Automobilmarkt, das ist brutal.

00:17:13: Absolut brutal!

00:17:15: Keiner verdient dort im Moment Geld mit den Autos die er verkauft.

00:17:19: Deswegen rennen die natürlich alle nach Europa.

00:17:22: dies können weil in Europa die Preise auch nachtzölln und was weiß ich alles noch so hoch sind dass sie einigermaßen auskömmlich hier Autos verkaufen kann.

00:17:32: In China haben wir einen Dreifachproblem.

00:17:36: Wir haben eine Konjunkturkrise Wir haben die ziemlich heftig ist, die eben durch den Zusammenbruch der privaten Bauindustrie ausgelöst worden ist.

00:17:46: Wir haben ein Demografieproblem, das noch durch die Ein-Kind-Politik ausgelösst worden ist und das noch massiver ist als in Japan.

00:17:55: Und das Dritte ist wir haben einen Wettbewerbsproblem.

00:17:57: Und zu dem Oligopol Problem gibt es ja in der Volkswirtschaft zwei Lösungen.

00:18:02: Es gibt die kooperative Lösung und die nichtkooperative.

00:18:05: Wenn die Oligopoliszen miteinander kooperieren... dann kommen sie bei der Monopollösung raus des Wettbewerbsproblems und können sich die Taschen voll machen.

00:18:15: Damit das nicht passiert, gibt es ja entsprechende Wett-Bewerbsagenturen, Kartellverboten – was weiß ich?

00:18:23: Auch in China wird schön darauf geachtet, dass Sie gegeneinander arbeiten und nicht miteinander arbeiten.

00:18:27: Die andere Lösung ist eben die nichtkooperative Lösung.

00:18:33: Das heißt, du hast wenige Wettbewerber die du extrem genau kennst und dann kannst du so präzise dem anderen wehtun der dir genauso präcise weh tun kann.

00:18:43: Und am Ende gewinnt der Kunde weil er aus dem Oligopol-Wettbewerk einfach die besten möglichen Preise rausziehen kann, die es überhaupt gibt.

00:18:53: das ist der massivste und brutalste Wettwerb den man sich vorstellen kann.

00:18:56: Deswegen kommen viele Chinesen hierher deswegen gehen Chinesien nach Ostasien Deswegen drücken sie nach Afrika rein, nach Südamerika.

00:19:04: Weil Sie in China kein Geld mehr verdienen können.

00:19:06: Das ist das klassische Modell.

00:19:09: Der Absatz in China – wenn er überhaupt funktioniert – macht nur die Fabriken voll.

00:19:15: Sorgt dafür dass ein gewisser Grundumsatz da ist, dass die Skaleneffekte erzielt werden und die Marge kommt aus den ausländischen Märkten.

00:19:26: Zusätzlich dürfen wir nicht vergessen, je nachdem wohin man guckt, im Moment geschätzt wird mit irgendwas zwischen dreißig und vierzig Prozent strukturell unterbewertet.

00:19:39: Weil die chinesische Regierung sich weigert, die Währung als Reservewährung freizugeben.

00:19:47: Man darf sozusagen niemanden in Remimbi halten sozusagen als Reserve.

00:19:52: Und deswegen haben wir einen strukturen Vergleich zur Bedeutung der Welthandel viel zu geringe Nachfrage nach der Währung und deswegen ist sie viel billiger.

00:20:04: Und im Gegenteil ist es eben so, dass der Dollar – weil er die wichtigsten Transaktions- und Reservewährungen weltweit ist – der ist tendenziell überbewertet.

00:20:12: Das heißt amerikanische Waren sind zu teuer.

00:20:15: Das heisst amerikanischen Unternehmen haben einen starken Anreiz im Ausland einzukaufen, weil im Auslands ist ja alles billiger in der Europa genauso.

00:20:25: selbst wenn man über die Ausleichszölle die Subventionen null stellt hast du immer noch dreißig, vierzig Prozent Währungsvorteil.

00:20:35: Und das ist nochmal eine ganz andere Diskussion auf chinesische Waren einfach mal pauschal einen Währungsausgleich soll von dreizig, vierzig Prozent drauf zu hauen.

00:20:45: diese Diskussionen müssen wir noch führen.

00:20:48: aber es gibt einige Ökonomen die sich da schon massiv am Kopf kratzen.

00:20:54: ja wie kommen wir wieder in Richtung Marge beim Auto Herstellen.

00:21:07: Erinnern wir uns mal an der Eightyneinzehnte, was gab's denn dafür?

00:21:11: Modelle von VW?

00:21:13: Also es gab den Polo, den gabs mit eckigem Heck und mit Coupé-Hecke, dann gabs einen Golf, den gab´s mit zwei Türen und vier Tüern!

00:21:25: Und dann noch mit Karo-Polstern, dann hieß er GTI, da gabs noch ein Passat, den gibt´s Stufenheck und als Kombi Ende der Durchsage aus die Maus.

00:21:39: Der Rest war Holster, Lack, Reifen als Variation und halt noch unterschiedliche Motor.

00:21:49: Dann kam irgendwann natürlich die ganzen Turbo-Diesel, die liefen dann langsam hoch und haben Preise hoch gemacht weil ein Turbo Dieselmotor natürlich super teuer ist im Vergleich zu einem einfachen Benzin.

00:22:02: Und dann ging es halt los mit immer mehr Technik, immer mehr Leistung.

00:22:06: Was sehen wir heute?

00:22:08: VW Modellprogramm.

00:22:10: Keine Ahnung, da kannst du die Küche mittapezieren!

00:22:12: Mit der Komplexität.

00:22:14: Komplexigkeit ist zwar wahnsinnig schwer zu messen aber am Ende weißt Du es bleibt kein Geld mehr übrig.

00:22:20: und deswegen finde ich den Ansatz, den wir jetzt aus Wolfsburg hören Leute wir müssen mal komplexität rausnehmen Ist im Grundsatz schon richtig wenn man sich zeitlich überzogene Variationen anschaut, von denen der Kunde nichts mehr hat.

00:22:39: Auf der anderen Seite zusätzliche Modelle haben halt immer auch ein bisschen zu zusätzlichem Volumen geführt.

00:22:48: das heißt dieses wahnsinnige Wachstum...

00:22:52: Das steht aber heutzutage in keinem Verhältnis mehr aufgrund der extrem hohen Personaltosten was sich zukünftig sicherlich durch die ganze Digital Engineering-Welle, die wir jetzt gerade erfahren reduzieren wird.

00:23:08: Aber du musst natürlich erst mal mit den Beständen arbeiten und diese Bestände sind immer noch viel zu hochbezeite Ingenieure.

00:23:19: Butzende von Ingenieurdienstleistern, sie sich teilweise spezialisiert haben, teilweise sogar gesamte Derivate entwickeln.

00:23:26: das heißt also diese Komplexität in der Entwicklung ist sowas aufgeblasen wurden in den letzten Jahrzehnten, um genau diese Komplexität zu beherrschen.

00:23:41: Komplexitätsbeherrschung – du sagst es gerade ist eigentlich das teuerste.

00:23:46: Also Kosten reduzieren heißt Komplexitet reduzieren mit dem Risiko oder auch mit der Chance Mit den bestehenden Schnellläufern die Du hast in so einem Konzern Auch die Märkte zu erreichen, die Du normalerweise wie privat erreichen würdest.

00:24:07: Wie siehst du das?

00:24:09: Was du gerade sagtest von der Komplexitätsreduzierung, von der Entwicklungsseite her um das ganze dann auch auf das Produktportfolio des gesamten Produktportfolios zu übertragen.

00:24:21: Beispiel Ford stellt den Mondeo ein Ford stellt dem Fiesta ein.

00:24:31: Warum?

00:24:32: Weil Sie sagen unsere Produktpalette in der Zukunft besteht eigentlich nur aus drei SUV-Varianten.

00:24:41: Ist das eine Lösung, dass man wieder zurückkommt zum Polo, Golf und Passat?

00:24:47: Also wir müssen da glaube ich unterscheiden.

00:24:54: Wir müssen unterscheide den Fahrzeugrahmen der mehr oder minder immer gleich ist weil wie du selber gesagt hast du warst in three eighty genauso groß wie heute bist vielleicht zwanzig kilo leichter.

00:25:08: aber Im Großen und Ganzen, die menschlichen Proportionen haben sich nicht so sehr geändert über die letzten zehn Jahre.

00:25:16: Was sich aber geändert hat ist der Content, ist der Inhalt im Auto?

00:25:20: Die Bildschirme, die Sensorik, die Aktuaertorik, der Komfort, die Klimaanlage... ...der ganze aktive Sicherheit, passive Sicherheit.

00:25:31: Das heißt, der Content der Inhalte des Fahrzeugs Die Plattform hat sich total geändert.

00:25:37: Wenn man das zu Ende denkt, kommst du zum Software-Defined Wirkel.

00:25:40: Das heißt eine neue Fahrzeuggeneration wird nicht mehr erstmal neu designt von außen sondern wird als Update des Operating System konzipiert und von da ausgehend werden neue Features entwickelt.

00:25:57: oder du gehst sogar noch weiter und du sagst ne nee der Auslöser für eine neue eine neue Generation von User Experience.

00:26:08: Und dann gucke ich mal, wie viel von dieser neuen Generation User Experience kann nicht eigentlich digital darstellen?

00:26:14: Wo muss sich in die elektrischen Systeme eingreifen?

00:26:17: und wo muss sich denn die physischen Systeme eingreifen?

00:26:19: Hätten

00:26:19: wir einen Gedanken!

00:26:20: Ich will mal kurz stoppen...

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