Die Autostürmer tauschen Batterien

Shownotes

Themen dieser Episode: Warum funktioniert Batterietausch in China, aber nicht in Europa? Praxisbeispiele: Mikromobilität, Landwirtschaft und modulare Energiespeicherung Vergleich Schnellladen vs. Batterietausch – Infrastruktur und strategische Überlegungen

Die Autostürmer sind Dipl.-Ing. Sven Hertel und Dipl.-Vw. Christoph Stürmer.

Sven Hertel ist unter consulting@svenhertel.de zu erreichen und agiert als technologische Brücke zwischen den Kontinenten Europa, Asien und Afrika mit dem Fokus auf Skalierung mit Null-Fehler-Strategie.

Christoph Stürmer bietet unter https://www.csberatung.org/ Dienstleistungen und Problemlösungen für e-Mobilität, für Unternehmer und für Kommunikation an. Per e-Mail erreichbar unter info@csberatung.org.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu die Autostürmer dem Podcast für die Automobilindustrie.

00:00:06: Hier diskutieren der Ingenieur Sven und der Analyst Christoph aktuelle Entwicklungen, strukturelle Herausforderungen und strategische Lösungen für die gesamte Automobil-Industrie von der Initierung über die Produktentwicklung bis hin zur Marketingvertrieb und Verkauf.

00:00:26: Wenn Ihnen dieser Podcast gefällt lassen Sie gerne einen Kommentar, ein Like oder ein Abo da.

00:00:32: Heute nehmen wir uns einen Thema vor dass ein heißes Eisen der Automobilindustrie ist und zwar das Thema Batterietausch oder Battery Swapping.

00:00:46: Wir waren auf der IAA Nutzfahrzeuge und haben dort tatsächlich ein paar kleine Beispiele davon gesehen aber nur ganz am Rand.

00:00:56: es war kein Thema über das tatsächlich diskutiert worden ist.

00:01:00: Auf der anderen Seite sind über die Hälfte der neuen schweren Lkw in China mit Batteriewechselsystemen ausgestattet, die Firma NIO behauptet schon über einhundert Millionen Batterie-Wechselvorgänge durchgeführt zu haben.

00:01:18: In China scheint es zu funktionieren – in Europa ist es kein Thema!

00:01:22: Was ist denn da eigentlich los?

00:01:26: Christoph, das ist denke ich die spannendste Fahrer, die wir hier vielleicht ein wenig mehr auf den Grund bringen.

00:01:35: Es gibt seit dem Beta-Place der ja durch einen SAP Mitbegründer auch dort begründet wurde, achtundfünfzig Millionen Euro eingesammelt hat und in der Kooperation mit einem Automobilhersteller damals war Renault diese Infrastruktur und dieses Konzept des Batteriewechselns aufgesetzt hat.

00:02:01: Ich denke, da gab es einen Denkfehler in diesem gesamten System dass man für einen Hersteller eine Infrastruktur aufbaut und aufsetzt Und das hat momentan auch NIO vor der Nase liegen.

00:02:18: Das ist die größte Herausforderung denke ich damit man dementsprechend eine Auslastung bekommt von den Batteriewechselsystemen, nicht nur über die Neoflotte sondern auch über fremde Unternehmen, die sich dort mit in diesen Batteriewechse einbeziehen wollen.

00:02:40: Ich denke das ist abhängig von den Use Cases.

00:02:44: wir haben hier unterschiedliche Marktteilnehmer, wir haben hier unterschiedliche Spieler und in diesem kleinen Ökosystem des Batteriewechsels sind immer drei Hauptakteure zu finden.

00:03:01: Einerseits der Energiedienstleister, die das Grit zur Verfügung stellt dann der Betreiber, der das System nicht nur betreibt sondern auch den Service und die ganze Organisation dahinter begleitet Und dann sind Systemanbieter.

00:03:18: Der Systemanbeater kann ein Automobilhersteller sein, kann aber auch ein Mobilitätsdienstleister sein.

00:03:24: Das heißt also wir haben diese drei Teilnehmer die man erst mal vom Vokabular auf die gleiche Spur bringen muss und dann geht es natürlich darum dass jeder für sich ein prosperierendes Geschäftsmodell auch finden sollte.

00:03:43: in dem großen System in China angelegt, dadurch dass die Investitionen sehr häufig auch subventioniert werden oder gerade bei NIO-subventioniert wurden.

00:03:57: Das haben wir hier aber in Europa eine andere Denkmodelle und ich denke es gibt sehr viele Nischen über diese sogenannten Use Cases auch abbildbar sind.

00:04:11: Das fängt an von kleinen Floppen Anbietern über die Mikromobilität, wo wir selbstverständlich heute schon Konzepte und Lösungen finden unterschiedlichste Art und Weise ob das jetzt Hochvolt oder Achtendvierzig Volt ist über die Logistik Dienstleister und natürlich auch über diese nennen wir es mal Off-Grid Anbiter ob das jetzt die Stein- und Erdenindustrie ist oder die Bauindustrie grundsätzlich.

00:04:44: Das sind alles natürlich auch die Frage nach den Reichweiten und der Erreichbarkeit, dass heißt also eine Batteriewechselinfrastruktur auf die Beine zu stellen.

00:04:59: europaweit ist ne ganz andere Herausforderung von den Standards her als wenn man beispielsweise Kiesgrubenbetreiber, seine Flotte mit fünfzig Lkw und zwanzig Baggern dort eine Infrastruktur sucht.

00:05:17: Was ich auch sehe beispielsweise ist eine hervorragende Möglichkeit in der das heißt also in der Landwirtschaft.

00:05:27: Da arbeiten ja viele Unternehmen an genau diesen Ecosystemen, wo man nicht mal den Traktor sieht sondern man sieht den Maschinenpark, den elektrifizierten Maschienenpark.

00:05:37: Man sieht aber auch die Energiebereitstellung über eine PV oder im Windanlage und dann auch die Zwischenspeicherung, wo diese Zwischenspeichersysteme auch ganz andere Aufgaben übernehmen in der Landwirtschaft, beispielsweise in der Weiterverarbeitung von Korn und Gut?

00:05:58: Das finde ich ein spannender Gedanke.

00:06:00: Das heißt einen Akku, der benutzt wird um zum Beispiel einen Traktor oder einen Mähdrescher zu betreiben auf dem Feld kann wenn der Mähdscher gerade nicht gebraucht wird natürlich in einem Lager dann benutzt werden wie ein stationärer Speicher und auf diese Weise entsprechend Geld verdienen oder Kosten vermeiden, indem zum Beispiel überschussiger Solarstrom Biogas Windstrom einfach aufgenommen werden kann.

00:06:31: Und da dann wieder abgegeben wird wenn er im Betrieb gebraucht wird.

00:06:34: das ist natürlich extrem weit weg von dem großen Konzept dass du erst angesprochen hast.

00:06:43: Das nämlich die Schwierigkeit des ursprünglichen Modells von Better Plays darin lag, viele Hersteller international auf eine Norm auf einen Standard zu verpflichten.

00:06:57: Wenn wir das lokal betrachten und sagen wir brauchen ein lokales System vielleicht sogar erst mal als Spezialanfertigung dann haben wir natürlich einen ganz anderen Business Case.

00:07:12: Wir haben eine andere Vorgehensweise.

00:07:17: System, das wahrscheinlich die allermeisten kennen ist aber ja in einem völlig anderen Sektor.

00:07:22: Das sind ja die elektrischen Tretroller, die Mikromobilität, die ja interessanterweise so vor zwei drei Jahren von fest eingebauten Akkus auf Wechselakkus umgestellt worden sind.

00:07:34: Ich fand es total faszinierend denn da gab es ja vorher eine riesige Diskussion dass viele von diesen Tretrollern irgendwie im Müll landen, irgendwie in Flüssen landen.

00:07:44: dann gehen die Akkus kaputt, vergiften die Landschaft.

00:07:49: Wenn man den Akku entnehmen kann ist das vielleicht nicht mehr so ein großes Problem.

00:07:54: eine zweite Strategie von der ich dabei gehört habe war dass es für die Betreiber dieser Rollerflotten viel einfacher ist viele Akkus herumzufahren und die einfach zu tauschen um die Fahrzeuge zu laden anstatt die kompletten Roller einzusammeln, komplett zu den Ladestationen zu bringen über Nacht zu laden und dann morgens wieder die kompletten Roller an die richtige Stellen zu verteilen.

00:08:25: Also es geht halt auch um das betriebliche Modell.

00:08:30: und da kommen wir dann wieder zu einer unserer Lieblingsabkürzungen TCO natürlich Total Cost of Ownership oder Total cost of Operations je nachdem wie man drauf guckt.

00:08:42: Es klingt natürlich jetzt erstmal wahnsinnig aufwendig.

00:08:45: Fahrzeuge speziell umzurüsten, um Batterien zu tauschen, spezielle Batterien anzuschaffen diese Laderegale anzuscharfen Tauschroboter zu bauen.

00:08:54: Was muss denn passieren damit sich das rechnet?

00:08:57: Dass ich das rechnet muss Zuerst einmal jeder Parameter mit aufgenommen werden.

00:09:04: Das heißt also da geht es das was ich vorhin nannte und dass man die drei Hauptspieler, das heißt also den Energiedienstleister mit an Bord nimmt.

00:09:14: Dass man den Entwickler des Systems und die Systeme an sich, die es möglicherweise auch schon gibt mit am Bord nimmt und überlegt wie sind dort die Wechselzyklen?

00:09:25: Welche Reichweiten haben wir?

00:09:28: Welches Standardzeiten werden im Volllastbetrieb dort abgerufen und wann ist ein Wechsel notwendig?

00:09:35: Das heißt da so Ein Traktor der zehn Kilometer auf der Straße fährt, hat ein anderes Verbrauchsszenario und andere Lastspitzen als ein Traktor, der beispielsweise einen Volldrehflug zieht.

00:09:50: Das heißt also wir haben hier die Notwendigkeit dass wir alle Parameter mit einbeziehen müssen in unsere Toastal cost of operation Und nur dann haben wir auch die Möglichkeit den Partnern eine saubere Bewertung und eine saugere Kalkulation zu präsentieren, ob wie und ab wann sich das Ganze rechnet von der OPEX- und von der CAPEX Seite her.

00:10:16: Parallel dazu sollte natürlich der Energiedienstleister mit dort an Bord sein.

00:10:23: Das heißt also es macht keinen Sinn was du vorhin genannt hast dass wenn die Einsatzzeiten vorbei sind, dass man diese Systeme dann auch im Smart Grid mit als Energiespeicher zur Verfügung stellt.

00:10:47: Diese Speichersysteme sind natürlich besonders interessant.

00:10:50: also gerade in der AgriKultur haben wir die Spitzen im Frühjahr und im Sommer dann nochmal leicht abfallend im Herbst, wenn alles soweit geäckt wird und dann im Winter gibt es die Möglichkeit diese Systeme ganz anders zu nutzen.

00:11:05: Im Winter brauchen wir viel Energie besonders auch für die Wärme pumpen.

00:11:08: also eine hervorragende Möglichkeit diese Lösungen und diese Speicher für einen ganz anderen Einsatzzweck zu nutzen in dem Smart Grid von den Betriebshof über den Betriebshof hinaus oder sogar in die Kommune hinein.

00:11:23: das heißt statt sich jetzt große stationäre speicher zu kaufen und noch einen elektrotrakter dazu.

00:11:30: Und vielleicht sogar noch elektrische akkus für die hilfsgeräte, für die helfseintriebe etc.

00:11:38: ist die idee oder ist sie das versprechen bei einem battery wechselsystem dass man die akkus nur einmal kaufen muss und nicht dreimal?

00:11:48: also ich kenne das ja aus dem privaten garten.

00:11:52: die erfindung des Wechselakkus ist ja ein paar Jahre her.

00:11:59: Am Anfang waren die Kunden sehr, sehr skeptisch weil da war nicht genug Spannung drauf es war nicht genug Leistungen drin.

00:12:06: das hat alles nicht so richtig hingehauen.

00:12:08: aber inzwischen kenne ich eigentlich keine Gartensäge mehr die keinen Wechsel-Akku hat und ich war wirklich erstaunt.

00:12:17: auch relative Großgeräte für den privaten Gartenbau also der Rasenmeer kommt inzwischen auch mit einem oder zwei Wechselakkus und kann damit vernünftig betrieben werden.

00:12:28: Es ist jetzt natürlich nicht unser Kernsegment, aber von der Logik her und auch wie sich das Geschäftsmodell durchgesetzt hat finde ich das ganz faszinierend!

00:12:37: Das hat am Ende wirklich den kompletten Markt übernommen und am Anfang standen die Nutzer so ein bisschen skeptisch außen herum und sagten ja warum soll ich denn erst die Schere kaufen und dann zusätzlich nochmal Geld ausgeben für den Akku.

00:12:53: Ich habe doch früher einfach das ganze Gerät gekauft, hab zwei Dackemisch reingefüllt und alles war gut.

00:13:01: Da hat sich noch was geändert!

00:13:03: Und diese Umstellung von ja wir kaufen alles in einem... Wir haben den Antrieb, wir haben den Energiespeicher und wir haben dass die Funktionalität sozusagen in einem Gerät auseinanderzudenken, dass der Energiespeicher das Gerät und die Funktionalität wirklich unterschiedliche Sachen sind.

00:13:27: Die unterschiedlichen Lebenszykler haben.

00:13:30: ich glaube da kommen wir in den Bereich neuer Geschäftsmodelle Business Model Innovation und naja da gibt es natürlich eingeschfleischte Gewohnheiten dann muss man die Nutzer auch erst mal davon überzeugen.

00:13:47: Ich habe einen Punkt, den ich gerne hier mit aufnehmen würde.

00:13:51: Christoph und zwar ist das der Punkt.

00:13:55: Wir haben es früher genannt Battery as a Service.

00:13:57: Ich denke wir sind eigentlich heute soweit auch von den neuen Geschäftsmodellen her dass wir nicht nur Battery as A Service sehen sondern eigentlich ist es Energy as a service oder everything as a liest einen Traktor oder ein Mähdrescher über den Betrieb, oder ruft zum Beispiel einen Mäh-Service ab über eine Genossenschaft.

00:14:32: Und diese Genossenschaft kauft Energie also Kilowattstunden ein in der jeweiligen Verfügbarkeit vor Ort an der Pläne und dem Feld je nachdem wo Energie benötigt wird.

00:14:48: Das heißt also wir reden hier über transportable Energie, die verfügbar und abrufbar ist und das sind eigentlich Geschäftsmodelle wo man mit dem Energy-Energie-Assist Service oder mit dieser Everything-Assists Service Solution seine Kapitalbindung reduziert und eine ganz andere Eintumsmodell und eine Bilanzierung darstellen kann, so wie natürlich auch das Risiko von Eiterung und Haftung reduziert indem man das auf einen B-Treiber, einen Energiedienstleister überträgt.

00:15:25: Das kann ich verstehen denn wenn ich den Akku regelmäßig aus dem Gerät rausnehme, kann ich ihn natürlich viel besser diagnostizieren.

00:15:35: Ich kann in möglicherweise separat reparieren, wenn was kaputt gegangen ist.

00:15:42: Ich kann ihn auch mal sozusagen ein paar Mal schonen laden und entladen, damit sich die ganze Chemie in den Zellen wieder beruhigt.

00:15:50: Damit letztlich wahrscheinlich zyklen Zeit und absoluter Lebensdauer auch weiter erhöhen und damit natürlich auch die Investitionsrechnung besser machen.

00:16:01: aber ich finde das faszinierend dass wir jetzt so viel einfach über Investitions Rechnungen oder Gesamtkosten etc.

00:16:08: sprechen.

00:16:09: In der normalen Wahrnehmung wird ja eigentlich gesagt, naja Batteriewechsel ist halt super so eine Art Super-Schnellladen und eigentlich brauche ich das nicht mehr wenn ich mit vielen vielen hundert Kilowatt laden kann beim Lkw sogar bis in den Mega Watt Bereich hinein.

00:16:29: Und dann ist es ja nur unnötige Lösung.

00:16:33: Dieser Schnellladeaspekt wie wichtig ist er denn im Gesamtsystem?

00:16:38: Battery Swapping.

00:16:40: Wir hatten in dem vorletzten Podcast schon kurz darüber gesprochen, es gibt eigentlich die Logistik-Dienstleister, die quer durch Europa fahren das heißt also die Staaten in Schweden und laden dann im Milk Run in den unterschiedlichen Ländern in Europa entweder zu oder ab bis sie dann in Spanien ihre Hauptladung löschen um dann wieder auf dem Rückweg wiederum im Milkrand System, dann wieder Richtung Schäden zu fahren.

00:17:12: Um die ganze Tour noch mal zu wiederholen.

00:17:15: Das heißt also wir brauchen hier eine Infrastruktur, die sich komplett durch Europa zieht und die ist momentan rapide im Aufbau auch was die Megawattcharger angeht das heißt so dass Ganze hat wenn man das jetzt mal nochmal aus der Vergangenheit betrachtet, ungefähr zehn Jahre gedauert bis man da in dieser von der konzeptionellen Seite her in diese Umsetzungsphase kommt.

00:17:43: Aber es sind ja auch immer behördliche Schritte notwendig um dann die Freigaben zu erteilen für die unterschiedlichen Lade und Säulen.

00:17:57: Von daher denke ich für Batteriewechselsysteme, was ich wohin sagte ist es ein überschaubares regionales Konstrukt oder ein Ecosystem das Tagesreichweiten nicht mehr als hundert Kilometer hat.

00:18:16: Zweihundert Kilometern vielleicht auch dreihundert Kilometer oder auch zum Beispiel Betriebsstunden, wo sehr viel Energie was ich wohin sagte über Kurzzeit abgerufen werden müssen.

00:18:28: Über Traktoren, über Bagger, über vierzig Tonner die viel Material bewegen müssen und wo die Einsatzzeiten auch über die Betreiber dieser Systeme was auch immer das ist für eine Industrie, eine extrem hohe und sichere Einsatzzeit darstellen müssen.

00:18:55: Das ist jetzt nicht unbedingt bei der Feuerwehr oder bei der Polizei die Frage aber beispielsweise bei Betreibern, die rund um die Uhr beliefern müssen, die beispielsweise einen extrem hohen Energiebedarf über ein extrem hohes Leistungsabruf haben.

00:19:15: Und ich denke, dafür sind diese Einsatzfälle oder Use Cases wie wir es auf Neudeutsch sagen hervorragend geeignet um einfach dieses auch mal auszuprobieren.

00:19:27: Aber am Anfang bevor man das System probiert und versucht und sich am Markt mal überlegt was gibt's denn da für etablierte Anbieter?

00:19:35: Denke ich ist es wichtig dass man auf dem Blattpapier an dem Flipchart gemeinsam überlegt, wie das Geschäftsmodell ist und wohin tatsächlich die Reise strategisch gehen soll.

00:19:49: In welche Richtung?

00:19:50: Zu welchem Jahr?

00:19:51: Und welche Geschäfts-Modelle dahinter die Wichtigkeit haben und die Wertigkeit bekommen?

00:19:59: Also ich finde was du gerade erklärt hast total plausibel.

00:20:02: Das heißt wenn man sich einen Elektroflotte anschafft Und wegen der Ladezeiten steht von drei Autos permanent eins an der Ladesäule und kann nicht arbeiten, das reduziert natürlich die Effizienz des Mitteleinsatzes.

00:20:19: Noch ein Aspekt den ich gehört habe, so hat es gerade über Autobahnen gesprochen ist ja der Aspekt dass an den Autobahn die Lkw Parkplätze super knapp sind.

00:20:30: wenn heute kann man da etwas improvisieren Die LKWs parken irgendwie am Rand, irgendwie am Graben unter dem Baum.

00:20:40: Aber wenn die laden müssen dann können sie ja nicht improvisieren und müssen Sie genau da parken wo auch die Ladeinfrastruktur ist.

00:20:47: was bedeutet?

00:20:49: Wir hätten einen gigantischen Flächenbedarf und zusätzlich einen sehr großen Bedarf praktisch an jeden Lkw-Standplatz auch leistungsfähige Lade-Infrastruktur hinzumachen.

00:21:00: Wenn man das jetzt mal zurückrechnet am Anfang natürlich auch als Depo-Lösung, dann kann man über eine Batteriewechselstation in der ich in fünf Minuten wechsle und nicht in zwei Stunden lade den Durchsatz an Fahrzeugen und an Energie pro Quadratmeter um Größenordnungen erhöhen.

00:21:25: Ich brauche also wenn ich zum Beispiel wenig Platz habe in einem Hafengebiet im Logistikcenter in einem Depot habe ich eigentlich eine große Schwierigkeit die ganzen Fahrzeuge dort nebeneinander zu parken über die Zeit in der sie laden müssen.

00:21:40: Wenn ich die einfach schnell abfertigen kann, während Sie in den Hof fahren wenn Sie vom Hof wieder runter kommen bleiben kurz stehen werden mit Energie versorgt und können dann wieder auf die Strecke.

00:21:52: das ist natürlich von dem Aspekt Immobiliennutzung Flächennutzungen eine ganz andere Größenordnung.

00:22:02: Aber da muss man dann natürlich auch über das Auto hinaus rechnen.

00:22:07: So wie du sagst, man muss alle Aspekte berücksichtigen und es ist natürlich schon eine neue Art zu denken wenn in einer Ladestrategie eben nicht nur die Fahrzeuge und die Ladeinfrastruktur an der Energieversorgung eingerechnet wird sondern plötzlich auch noch der Preis des Quadratmeters dann wird es richtig komplex, aber auch richtig spannend und ich glaube das könnte eine interessante strategische Herausforderung sein für Unternehmen die spezifischen Problemlösungen suchen.

00:22:42: Die mit den konventionellen Angeboten die man heute schon bekommen kann nicht hinkommen da kreativ nach vorne zu denken.

00:22:52: Ich glaube dass ist auf jeden Fall ein Potenzial weil die unterschiedlichen Systeme sauber aufeinander abgestimmt werden können und wenn sie sauber abgestimmt sind, können Sie sehr spannende neue Lösungen erzeugen.

00:23:10: Lass uns darüber mal weiter nachdenken!

00:23:12: Ich freue mich auf die nächste Episode!

00:23:14: Mach's gut!

00:23:15: Das nächste Heizeisen das wir anpacken werden ist natürlich autonomes Fahren und wie es möglicherweise besonders gut mit Batteriewechselsystem zusammenpasst.

00:23:28: Wenn Ihnen diese Episode gefallen hat Lassen Sie gerne einen Kommentar, ein Like oder ein Abo da.

00:23:35: Die Autostürme sind eine Produktion von Sven Härtl und Christoph Stürmer.

00:23:40: alle Rechte der Produktion und Weiterverwertung vorbehalten!

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